Gebaute Ordnung: Speicher des Wissens
Paul Otlet, Cellula Mundaneum, planche de l’Encyclopedia Universalis Mundaneum (1936) © Collection Mundaneum, Mons
jeweils 18:00
online

Ringvorlesung

Gebaute Ordnung: Speicher des Wissens

Unser alltägliches Leben wird in nicht unerheblichem Maße von der architektonischen Konfiguration des uns umgebenden Raums beeinflusst. Den Ausgangspunkt für die thematische Ausrichtung der Ringvorlesung „Gebaute Ordnung. Speicher des Wissens“ im Wintersemester 2021/22 bildet die Feststellung, dass Architektur Wissen räumlich konfiguriert und damit wesentlichen Anteil an der Modulierung, Durchsetzung, Kanonisierung und Institutionalisierung epistemischer Modelle hat. Archive, Bibliotheken, Museen und Universitäten können als materialisierte Wissensordnungen aufgefasst werden: das gesammelte, ausgewählte, geordnete, erschlossene und vermittelte Wissen wird räumlich gefasst. Untersucht werden soll, inwiefern die konkrete architektonische Rahmung auf Organisations- oder Wissensstrukturen zurückwirkt.

Diesem Themenkomplex wird im Rahmen von vier Abendvorträgen nachgegangen, bei denen es um reale, theoretische und utopische Wissensordnungen und deren architektonische Konfiguration gehen wird.

DO 18.11.2021
WOUTER VAN ACKER
»Reformatting the Memory Palace: When Everything Exists to End in a Document«

MI 01.12.2021
PHILIPPE VIÉRIN
»Reading Place«

DO 13.01.2022
KIRSTEN WAGNER
»Gebaute Welt- und Wissensordnung. Architekturen der Weltausstellungen im 19. Jahrhundert«

DO 27.01.2022
EVA DOLEZEL
»Objektarchitekturen, Wissenskonstellationen. Der museale Raum der Kunst- und Naturalienkammern in Theorie und Praxis«

 

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Jahresthemas 2021 statt und schließt an die Ringvorlesung „Gebaute Ordnung: Räume der Macht“ aus dem Sommersemester 2021 an. Mitschnitte der Vorträge von Sebastiano Fabbrini, Annika Wienert, Brigitte Sölch und Randolph Head sind hier verfügbar.

Zum Download des digitalen Flyers zur Ringvorlesung.